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Bewerber fehlen an Berufskollegs: Immer weniger wollen Erzieher werden

Recklinghausen hat, wie viele andere Städte auch, ein Fachkräfte-Problem im Kita-Sektor. Den Trägern fehlt es zunehmend an Personal, um alle Stellen besetzen zu können. Die Folge sind verkürzte Betreuungszeiten, die Errichtung von Notgruppen oder gar Kita-Schließungen.

In Recklinghausen bilden das Herwig-Blankertz-(HBBK) und das Alexandrine-Hegemann-Berufskolleg (AHBK) angehende Erzieherinnen und Erzieher aus. Sowohl in der klassischen schulischen Erzieher-Ausbildung als auch in der neueren Praxis-integrierten Ausbildung (PiA), die Schule und Praxis miteinander verbindet und im Gegensatz zum klassischen Modell vergütet wird.

RueBeide Kollegs bekommen ihre Erzieher-Klassen gefüllt, allerdings hätten sich die Anmeldezahlen deutlich verringert. „Es ist noch nicht so lange her, da hatten wir 150 Anmeldungen für 50 Plätze, die wir anbieten können“, sagt Gregor Rüter, Schulleiter des AHBKs, „im Augenblick haben wir etwa 50 bis 60 Bewerbungen.“

Weniger Anmeldungen auch am HBBK

Er stelle aber auch noch einen anderen Trend fest: Die Schülerinnen und Schüler, die bei ihm am Berufskolleg das Fachabitur absolvieren, entscheiden sich immer seltener dafür, hinterher eine Erzieher-Lehre am AHBK zu machen. Am Herwig-Blankertz-Berufskolleg sieht die Lage ähnlich aus. Laut Schulleiter Dr. Rainer Podleschny mache es sich in den Anmeldezahlen bemerkbar, dass die Attraktivität des Berufsfeldes leidet: Es gäbe weniger Anmeldungen als üblich, was aber auch den positiven Nebeneffekt hätte, dass weniger Bewerber eine Absage bekämen. Das HBBK komme durchschnittlich auf 60 Schüler, die zweizügig ausgebildet werden können. Es habe aber auch mal drei Züge gegeben.

Beide Schulleiter nehmen wahr, dass potenzielle Bewerber den Erzieher-Beruf durchaus mit mehr Skepsis betrachten. Die schwierigen Rahmenbedingungen in den Kitas hätten sich herumgesprochen und werden auch von den Schulleitern deutlich kritisiert.

Gregor Rüter erklärt sich den Fachkräftemangel mit einem Zusammenspiel aus schlechter Bezahlung, mangelnden Aufstiegsmöglichkeiten, körperlicher Belastung und strenger Ausbildungsverordnung. Außerdem hätten seiner Meinung nach zu wenige Menschen noch Interesse daran, Dienst am anderen zu verrichten. „Wenn man von diesen Berufen kaum leben kann, läuft was falsch“, sagt Dr. Rainer Podleschny.

Beide Schulen wollen aber dennoch an ihren Erzieher-Lehrgängen festhalten. Wenn die Fachschulen die Ausbildungen nicht weiter aufrechterhalten, mache es niemand, lautet die Einschätzung von Gregor Rüter. Er befürchtet nur, dass durch die künftig unbefristeten Alltagshelfer-Stellen noch größere Probleme auf die Fachschulen zukommen.

Jäh                                                                                                               

rz logo vom 03.04.2023


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Alexandrine-Hegemann Berufskolleg

Werkstättenstr. 16-18
45659 Recklinghausen
 
Telefon: 0 23 61 - 937 26-0
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