Mensch, wo bist du? Fastenzeit am AH-BK

Wieder kein Mensch da! Beklagen wir uns, wenn wir mit etwas alleine gelassen werden. Niemand fühlt sich verantwortlich!

Heute gibt es oft Gelegenheit zu rufen:

Mensch, wo bist du, wenn die Gletscher schmelzen und die Meere steigen?

Was machst du, wenn Minderheiten ausgegrenzt und abgewiesen werden, Gleichgültigkeit und Hass sich ausbreiten?

Mensch, wie willst du die Zukunft gestalten?

Wo bist du?

„Mensch, wo bist du?“ Der Titel des Misereor Hungertuchs von Uwe Appold, einem deutschen Künstler, fordert den Betrachter zu Antworten heraus. Die offene Frage verlangt eine persönliche Stellungnahme. Wofür stehe ich selber auf? Wofür engagiere ich mich? Was trage ich zu dieser Welt bei?

Aus jüdisch-christlicher Perspektive ist der Mensch ein Abbild Gottes. Das heißt nicht, so wie Gott auszusehen, sondern den Auftrag Gottes umzusetzen, diese Welt zu schützen und zu bewahren. „Mensch, wo bist du?“ Diese Frage lässt uns nicht wartend die Hände in den Schoß legen, sondern sie spornt uns an. Sie verlangt Verantwortung für diese eine Welt. Sie fordert uns heraus, unseren Standpunkt in der Welt und im Dialog mit ihr neu zu bestimmen.

Die Gestaltung der Fastenzeit am AH-BK steht im Zeichen des Hungertuchs mit seiner Frage „Mensch, wo bist du?“. In sechs Atempausen, die je ein Detail des Hungertuchs aufgreifen, wollen wir über unseren persönlichen Standort nachdenken. Wir fragen aus den verschiedensten Blickwinkeln „Mensch, wo bist du?“

Sie sind herzlich eingeladen teilzunehmen. Die Termine entnehmen Sie bitte dem Terminkalender auf dieser Seite.