Im Netz – Gottesdienst zum Schuljahresanfang

(Rö) Zu Beginn eines neuen Schuljahres ist vieles neu und wir sind voller Erwartung. Besonders die neuen Schülerinnen und Schüler stellen sich viele Fragen: Was kommt auf mich zu? Mit wem werde ich eine Klasse besuchen? Wie sind die Lehrer? Werde ich neue Freunde finden? Die Schülerinnen und Schüler der BFS 12 verstehen diese Fragen und sie möchten Mut machen für diesen Neubeginn am AH-BK. Musikalisch unterstützt wurde die Gruppe vom Chor aus der Projektwoche.

„Im Netz“ – so lautete das Thema des Gottesdienstes zum Schuljahresanfang. Wenn wir an Netz denken, dann bestimmt als erstes an das Handynetz. Wir können uns ein Leben ohne das ständige Vernetztsein nicht mehr vorstellen. Unzählige Vernetzungen brauche ich zum Leben: Stromnetz, Gasnetz, Leitungsnetz, GPS-Netz, Straßennetz. Neben all diesen Netzen ist ein soziales Netz entscheidend. Kein Mensch lebt allein für sich, niemand möchte allein auf sich gestellt sein.

In der biblischen Geschichte „Die Berufung der Jünger“ wird deutlich, dass auch Jesus ein Netzwerk anbietet. Bei der Vorbereitung des Gottesdienstes gestalteten die Schülerinnen und Schüler diesen Text kreativ um. Sie formulierten in Jugendsprache, wie die jungen Männer Jesus ins Netz gehen. Sie lassen sich von seiner Ausstrahlung beeindrucken und folgen ihm nach, ohne lange zu überlegen. Sie haben wahrscheinlich das Gefühl, dass Jesus sie auffängt, dass sie mit ihren persönlichen Talenten und Begabungen einen Platz in seinem „Netz“ haben.

Und das gilt auch für unsere Schule. Wenn wir im Lied „Aufstehen, aufeinander zugehen“ singen „Jeder hat was einzubringen, diese Vielfalt wunderbar“, dann meinen wir das genauso. Jeder darf sich hier im „Netz“ des AH-BK willkommen fühlen und sich so einbringen, wie es möglich ist. Wir wünschen uns für dieses Schuljahr Netzwerke, die nicht einengen, die nicht verstricken. Wir wünschen uns Netzwerke, in denen wir gefordert sind. Wir wünschen uns Netzwerke, die tragen und Platz zum Ausruhen bieten. Jesus bietet nicht nur ein „Netz“ an, das uns gegenseitig verbindet. Der wichtigste Faden seines Netzwerkes geht nach oben, zu Gott. Und wir sind eingeladen, uns mit diesem Faden zu verknüpfen.