Mit Kröten und Libellen auf Tuchfühlung

MitarbeiterInnenausflug zur Forststation Rheinelbe

(De) Ein Stück von der Natur zurückeroberte Wildnis besuchte das Kollegium des Alexandrine-Hegemann Berufskollegs am Freitagnachmittag in Gelsenkirchen-Ückendorf. Bei schönstem spätsommerlichen Wetter stand Umweltbildung auf dem Programm und man traf sich mit dem ‚Ranger‘ des Regionalforstamtes Ruhrgebiet, Oliver Balke, auf dem Rheinelbe-Gelände.

Dieses Gelände befindet sich weder am Rhein noch an der Elbe, sondern im tiefsten Ruhrgebiet, wo die Grenzen der Städte Essen, Bochum und Gelsenkirchen aufeinandertreffen. Auf dem ehemaligen Gelände der Zeche Rheinelbe sind die wenigen baulichen Reste längst überwuchert von Bäumen und Büschen und das entstandene Dickicht wird weitestgehend sich selbst überlassen. Nur wenn auf den Fuß- und Radwegen Gefahr besteht für die Menschen, die eingeladen sind sich hier in freier Natur zu bewegen, dann greift der Förster mit seinem Team ein. Ansonsten bleibt alles, wie die Natur es steuert, und Forschungsstationen generieren so Erkenntnisse über die heimische Baum-und Pflanzenwelt.

Kinder sind eingeladen hier zu toben und die Natur zu entdecken. Wenn sie mit dem Ranger unterwegs sind, bringt er für die Waldrutsche Rutschhilfen mit, wie man sie für den Schnee kennt. Das Rutschen macht genauso viel Spaß, auch wenn man von der Erde mitsamt Kohleresten nicht nass sondern ein bisschen schwärzer wird. Unsere neuen KollegInnen ließen es sich nicht nehmen, diesen Spaß auszuprobieren.

Die Forststation selbst mitsamt Dienstwohnung als Außenstelle der Landesforstverwaltung Holz und Wald NRW befindet sich im ehemaligen Schalthaus der Zeche. Von hier aus wurde früher der Strom an die umliegenden Bergwerke verteilt und hier gesellte sich Aika, die Hündin des Försters, zu uns und holte sich ihre Streicheleinheiten. Eine kleine Kröte hingegen war nicht so anhänglich und versuchte sich mit todesmutigem Sprung der ungewollten Aufmerksamkeit zu entziehen. Ob Froschtümpel, Waldrutsche oder Skulpturenwald des Künstlers Herman Prigann – auf dem Rheinelbe-Gelände verbindet sich die Geschichte des Ortes mit der Natur, die sich den Ort kontinuierlich zurückerobert.

Nach diesem informativen Rundgang an der frischen Luft konnte der Tag vor Ort im Tagungshotel Lichthof bei Buffet und Gespräch in ungezwungener Runde ausklingen. Dem Lehrerrat gilt besonderer Dank für die Organisation eines erhellenden und wohltuend-erfrischenden Nachmittags.