Die große Freiheit! Rückblick auf die Fastenzeit unter dem Motto: „Spielraum! - 7 Wochen ohne Blockaden“

(Ad) Sieben Wochen Fastenzeit in der Pandemie gehen zu Ende. Sieben Wochen lang haben die Religionslehrerinnen und -lehrer für die Klassen meditative Impulse zur Verfügung gestellt, Unterbrechungen des mühsamen Alltags im anstrengenden Distanz- und Wechselunterricht, Atempausen. Fastenzeit ist eine Zeit des Verzichts in Erinnerung an die Passion von Jesus Christus. Mit Bildern, Gebeten und Texten haben wir darüber nachgedacht, wie es wohl wäre, auf Blockaden zu verzichten, äußere Blockaden wie Tyrannei oder Rassismus oder innere Blockaden wie Angst und Stolz. Wie große Steine, wie Felsbrocken aus der Eiszeit liegen diese Blockaden oft vor uns und versperren den Weg.

Wie sollen wir bloß den Stein vor Jesu Grab wegschieben?, denken sich auch Maria und die anderen Frauen. Wir sehen so oft die Barrieren, die Steine im Weg, doch wenn wir weitergehen, sind sie schon weg. Jemand hat sie weggeräumt. Wir sind frei. (vgl. Markus 16, 1-4)

Ostern, das höchste Fest der Christenheit, ist das Fest der Befreiung. Während wir noch darüber nachdenken, wie wir die Blockaden überwinden, ist der Spielraum schon da.

Wie die Raupe sich nicht ohne Mühe in einen Schmetterling verwandelt und in die Sonne fliegt, wie das Samenkorn sich kraftvoll in den Baum verwandelt, in dessen Zweigen die Vögel singen, wie der Wassertropfen um die Felsbrocken herumsprudelt und ins Meer fließt, so verwandelt Gott den Tod in Leben. Und so begegnen uns immer wieder Menschen, die an diese große Verwandlung glauben, die darauf vertrauen, dass Gott ihre Blockaden in Spielräume verwandelt und ihren Tod in Leben.

Wir haben die Wahl. Wir haben Spielraum. Wir sind frei.

 

Geht hin mit Maria. Der Weg ist frei.

Eure Verzweiflung wird sich wandeln in Verstehen,

Eure Traurigkeit in Mut und eure Angst in Liebe.

 

Wir wünschen euch Ferien mit Spielraum und gesegnete Ostern!

Eure Religionslehrerinnen und Religionslehrer des AH-BK