Schmetterlinge als Zeichen der Erinnerung und Hoffnung

(We) Im Rahmen der Unterrichtsreihe zur „Erziehung im Nationalsozialismus“ setzte sich der Leistungskurs Erziehungswissenschaften des beruflichen Gymnasiums Klasse 13 am Alexandrine-Hegemann-Berufskolleg auch mit der Frage auseinander, wie die Geschehnisse des Holocaust z.B. bereits in der Grundschule altersgerecht aufgegriffen und thematisiert werden können. Dabei stießen sie auf das internationale Butterfly Project - ein Kunst- und Bildungsprojekt, das in Houston in die Welt gerufen wurde, um an die 1,5 Millionen im Holocaust getöteten jüdischen Kinder und Jugendlichen zu erinnern.

Ausgehend von Biografien getöteter jüdischer Kinder und Jugendliche aus Recklinghausen gestaltet der Kurs 30 Keramikschmetterlinge, die als Erinnerung an die Opfer des Holocaust, aber gleichsam auch als Zeichen der Hoffnung gelten sollen. Bei der Durchsicht der Biografien, die von Projekt-Koordinatorin Nicole Nocon recherchiert und zur Verfügung gestellt wurden, stieß der Kurs sogar auf die Biografien zweier Vorfahren einer Schülerin.

Um ihre Mitschülerinnen und -schüler und die Lehrkräfte auf das Projekt aufmerksam zu machen und sie aufzufordern, auch ein sichtbares Zeichen für Mitmenschlichkeit und Courage und gegen Rassismus und Menschenfeindlichkeit zu setzen, bittet der Leistungskurs die anderen Mitglieder der Schulgemeinde im Rahmen des Zeitzeichens zur Reichspogromnacht am 9. November,  nach dem Betrachten eines Filmes zum Projekt und der anschließenden Diskussion, Papierschmetterlinge zu gestalten, die in der Woche vom 22. November 2021 an ebenfalls in der Schule angebracht werden sollen.

Auf diese Weise setzt das AH-BK ein klares, sichtbares und gemeinsames Zeichen gegen das Vergessen und für das Erinnern und die Hoffnung. Das Projekt soll in Zukunft weitergeführt werden.