Stadtkomitee der Katholiken stellt Weichen für die Zukunft

Das Stadtkomitee der Katholiken tagte im Pfarrheim von St. Markus. In drei Foren diskutierten Vertreter aus Pfarreien, Verbänden und Schulen. So will das Forum Schule die Ver­netzung von Schulen und Gemeinden vorantreiben. Im Fo­rum Familie steht der Austausch über Familienangebote in Gemeinden und von Verbänden im Mittelpunkt. Das Forum Gemeindeleitung vor Ort diskutierte Gemeinde-Modelle, die ohne Priester auskommen. -FOTO: MICHAEL RICHTER

 

  06.06.2019

Die längste Woche im Recklinghäuser Kalender ist eröffnet

Beinahe täglich finden bei der 47. Woche des Sports bis zum 10. Juni Sportveranstaltungen im Stadtgebiet statt. Durch die einstündige Sportveranstaltung im Saal Andromeda des Ruhrfestspielhauses leitete Moderator Hans Timmermann. Die Diskussionsrunde mit Funktionären aus Verwaltung und Politik zum Thema Sportentwicklung lockerten die tänzerischen und akrobatischen Darbietungen der Bewegungspädagogen vom Alexandrine-Hegemann-Berufskolleg (Foto) auf, die mit dem Bochumer Verein "OPENSPACE - Streetart und moderne Bewegungskunst" Choreographien erarbeitet hatten. FOTO: KORTE

 

  29.05.2019

 

Gauck: „Ein guter Ort zu leben, yo!“

Der frühere Bundespräsident stellte sich den Fragen der Vertreter des Kinder- und Jugendparlaments. Stadtsprecher Hermann Böckmann moderierte. FOTO: Oliver Kleine

  22.05.2019

 

RECKLINGHAUSEN. Der frühere Bundespräsident veranschaulichte bei seinem Treffen mit 600 Schülern, wie wichtig es ist, die Demokratie zu verteidigen. Er nahm auch an der Enthüllung einer Tafel mit Daten der Demokratie teil.

Von Jörn Tüffers

Manchmal bedarf es eines Außenstehenden, um den Menschen im Inneren eines Kreises, einer Gemeinschaft, einer Stadt die Augen zu öffnen. Und wenn es sich dabei noch um einen früheren Bundespräsidenten handelt, darf der Aussage getrost Bedeutung beigemessen werden. Joachim Gauck war es, der in der Christuskirche gestern Mittag 600 Schüler und deutlich weniger Erwachsene zum Wachsen brachte. Recklinghausen sei eine beeindruckende Stadt, sagte der 79-Jährige. „Das ist für mich ein total guter Trip an die Basis – dorthin zu gehen, wo Demokratie gelebt wird. Recklinghausen, das ist ein guter Ort zu leben, yo!“

Das „Bündnis für Toleranz und Zivilcourage“ hatte Gauck im Rahmen der Veranstaltungen des Demokratiejahres eingeladen; und der frühere Pfarrer und Bürgerrechtler in der DDR schaffte es mit einfühlsamen und bewegenden Worten, Bedeutung und Wert der Demokratie ins Bewusstsein seiner Zuhörer zu bringen. Wer wie er im Zweiten Weltkrieg in einem faschistischen System geboren wurde und im totalitären System der DDR aufwuchs, weiß es noch einmal anders zu schätzen, dass er seit der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten wählen darf. 50 Jahre alt war er, als er zum ersten Mal wirklich die Wahl hatte, erzählte er. Und erinnerte sich daran, dass ihn an diesem Tag Menschen fragten, warum er denn so unfassbar glücklich aussehe. „Ihnen habe ich gesagt: Ich habe gewählt!“ Seither habe er es bei keiner Wahl versäumt, seine Stimme abzugeben. Er rief diejenigen unter den Schülern, die am Sonntag das Europaparlament mitwählen dürfen, und jene jüngeren, die in den kommenden Jahren Demokratie mitbestimmen dürfen, dazu auf, aufzuwachen und wählen zu gehen.

Gauck machte klar, was er als Ausreden oder Ausflüchte nicht toleriere: Da sage ihm einer, dass es doch eh keine Unterschiede zwischen den Parteien gebe. Seine Antwort: Die einen seien menschenfreundlich, andere menschenfeindlich: „Kann es größere Unterschiede geben?“

Oder aber dass es anderen schwerfalle, sich zu entscheiden: „Das tun Sie doch tagtäglich: sich zu entscheiden“, sagte er an die Schüler gerichtet: „Sie wissen, welche Turnschuhmarke gerade angesagt ist – und entscheiden sich möglicherweise für sie. Sie wissen auch, welcher Interpret gerade in ist – und finden ihn möglicherweise gut, oder auch nicht.“ Keine Meinung bei einem Thema zu haben, bei dem es um unser Zusammenleben geht und um die Gesellschaft, ist für Gauck nicht hinnehmbar: „Ja, geht‘s denn noch?“

Der frühere Bundespräsident (2012-2017) war nicht der Einzige, der an diesem Mittag in der Christuskirche für bewegende und beeindruckende Momente sorgte: Nadine Mucha, Elisabeth Thormann und Shawn Sieners vom Kinder- und Jugendparlament entlockten Gauck beispielsweise, warum er sich nicht parteipolitisch gebunden habe. Er sei ein linker, liberaler Konservativer, sagte er. Schülerinnen und Schüler von sechs Recklinghäuser Schulen wiederum steuerten Beiträge zum Thema Demokratie bei, die sie in den vergangenen Monaten erarbeitet hatten.

Elsie Lukoki, Noelle Nachlik und Vivian Zimmer vom Alexandrine-Hegemann-Berufskolleg berichteten von ihren Besuchen und den daraus entstandenen Freundschaften in der Flüchtlingsunterkunft an der Herner Straße. Berfin Dönmez und Jana Prigodin von der Käthe-Kollwitz-Schule beeindruckten mit einem Poetry Slam über Menschen, die ihr Land verlassen müssen. Jasmin Gurofski und Emily Jost von der Dietrich-Bonhoeffer-Schule berichteten über die Beschäftigung mit der ersten Demokratie in Deutschland. „Revolution und Frühphase der Weimarer Republik“ heißt eine Ausstellung, die daraus erwachsen ist. Von seinen Besuchen in Yad Vashem und in Auschwitz berichtete der 16-jährige Ben Hilker (Otto-Burrmeister-Realschule). Und Chiara Erba, Jonas Korte, Luisa Regelmann und Marvin Roß, Schüler des Theodor-Heuss-Gymnasiums, überreichten Gauck eine Kette mit Wünschen von Jugendlichen an Europa.

Auf www.cityinfo.tv gibt es ein Video des Gauck-Besuchs.

Es wird Zeit für „PIA“

„PlA“ im Alexandrine-Hegemann-Berufskolleg: Schulleiter Gregor Rüter stellt dem interessierten Fach-Publikum die Grundzüge der neuen Ausbildungsform vor. -FOTO: PRIVAT

  12.04.2019

Im Kampf gegen den Fachkräftemangel im Erzieher-Beruf setzt das Alexandrine-Hegemann-Berufskolleg auf eine praxisorientierte Ausbildung.

 

Hillerheide. „PIA“ heißt das Zauberwort. Und die Fachleute vom Berufskolleg an der Werkstättenstraße sind sich einig: Die alternative Form der Ausbildungsorganisation könnte das dringend benötigte Personal bringen. Dabei ist die Schule allerdings auf eine enge Kooperation mit den Trägern der Kinder- und Jugendhilfe sowie den sozialpädagogischen Einrichtungen angewiesen. Schulleiter Gregor Rüter stellte einem interessierten Fach-Publikum die Grundzüge der neuen Ausbildungsform vor.

Anstelle der zunächst zweijährigen Fachschulausbildung mit anschließendem einjährigen Berufspraktikum strukturiert sich „PIA“ über drei Jahre durch einen kontinuierlichen Wechsel von theoretischen (Fachschule) und praktischen Ausbildungsphasen in der sozialpädagogischen Praxis. Von entscheidender Bedeutung sei dabei: „Die Einrichtungen verfügen sofort über dringend benötigtes Personal, denn die angehenden Erzieherinnen und Erzieher erhalten während der gesamten Ausbildung bei einem Träger der Kinder- und Jugendhilfe eine Vergütung im Rahmen einer versicherungspflichtigen Beschäftigung“, so Gregor Rüter. Und damit öffne sich der Interessentenkreis auch für berufserfahrene „Quereinsteiger“, die sich von einer vollzeitschulischen, größtenteils unbezahlten Ausbildung nur wenig angesprochen fühlten.

Im Rahmen des im März dieses Jahres aufgelegten Bundesprogramms „Fachkräfteoffensive Erzieherinnen/Erzieher“ fließen für „PIA“ Zuschüsse in Millionenhöhe. Im Schuljahr 2020/2021 will das Berufskolleg mit der alternativen Ausbildung starten.

 

INFO Sekretariat der Schule: Tel. 0 23 61 / 93 72 60.

AH-BK im Newsletter Hillerheide

Newsletter Hillerheide, Ausgabe 1/2019

Kritzeln für einen guten Zweck...

Schüler des Wirtschaftskurses an der Alexandrine-Hegemann-Schule gründeten die Firma „Scribblelation“, entwarfen und verkauften einen Kritzelblock voll mit Rätseln. 575 Euro vom Gewinn spendeten die Schüler an das Halterner Kinder- und Jugendhospiz. Yvonne Steinbuß (1.) nahm den Scheck von (weiter v.l.) Noelle Nachlik, Lara Krüskemper, Giulia Turek, Lea Rengel und Laura Ludewig entgegen.

 

 

Neujahrsempfang 2019

Mittlerweile gehört der Neujahrsempfang des früher Quartiers- und heute Stadtteilmanagements schon zur guten Tradition auf der Hillerheide. So sind auch am 07. Februar 2019 wieder viele Hillerheider Bürger*innen, Vertreter von Vereinen und Institutionen und Mitarbeiter*innen von den für den Stadtteil relevanten Institutionen der Einladung in die Aula des Alexandrine-Hegemann-Berufskollegs gefolgt. Ca. 100 Gäste konnten die Stadtteilmanager beim Sektempfang begrüßen. Nach der Begrüßung durch Frau Schulz von der Caritas und einem Grußwort von Bürgermeister Christoph
Tesche gab es einen Auftritt des „Chor Kumpane“. Im Anschluss folgte ein Rückblick auf die Veranstaltungen und Aktionen des Quartiersmanagements im Jahr 2108. Freundlicherweise haben diesen Part Frau Andrea Keßler, eine Händlerin des Feierabendmarkts, und Herr Christian Cuvelier, ein engagierter Hillerheider Bürger übernommen. Die Quartiersmanager gaben dann einen Ausblick auf Projekte und Veranstaltungen, die bereits für das Jahr 2019 geplant sind. Schließlich hatten die Gäste die Gelegenheit sich bei Speis und Trank auszutauschen und eigene
Ideen und Wünsche zu formulieren. Aus Sicht des Stadtteilmanagements war der Neujahrsempfang eine rundum gelungene Veranstaltung. Gelungen unter anderem durch die vielen freundlichen Helfer die sie tatkräftig unterstützt haben – an dieser Stelle noch einmal vielen Dank dafür. Ganz herzlichen Dank auch an Peter Nickel, der die Veranstaltung am Piano begleitet hat und natürlich auch an den „Chor Kumpane“.