Berufskolleg bietet Infoabende

  08.11.2018

 

Angebot an Schüler, die sich fürs Sozial- und Gesundheitswesen interessieren.

Recklinghausen. In den nächsten Wochen stehen viele Schüler und deren Eltern vor wichtigen Entscheidungen im Hinblick auf ihre weitere schulische oder berufliche Zukunft. Wer sich für das Sozial- und Gesundheitswesen interessiert, ist an mehreren Informationsabenden eingeladen, sich über schulische Weiterqualifikation und Ausbildungsberufe am Alexandrine-Hegemann-Berufskolleg (AH-BK) an der Werkstättenstraße 16-18 zu informieren.

Schüler mit mittlerem Schulabschluss (Klasse 10) oder nach erfolgreichem Besuch der Klasse 9 des Gymnasiums können am AH-BK das Fachabitur („Zweijährige Höhere Berufsfachschule“) im Bereich des Sozial- und Gesundheitswesens erwerben. Dieser Bildungsgang bietet eine Vorbereitung auf die Ausbildungsberufe unter ande­rem wie Gesundheits- und Krankenpflege, Altenpflege, Arbeit mit behinderten Menschen, Ergo- und Physiotherapie sowie Sozialarbeit und Sozialpädagogik.

Schüler, welche die Fachoberschulreife mit „Quali“ erworben haben, können im Bildungsgang des Beruflichen Gymnasiums in drei Jahren das Abitur erwerben. Der Ab­schluss berechtigt zu denselben Studienmöglichkeiten wie die an Gymnasium oder Gesamtschule erworbene Allgemeine Hochschulreife.

INFO Infoabende: Dienstag, 13. November, Donnerstag, 22. November, Montag, 3. Dezember, Dienstag, 12. Dezember, 19 Uhr

Mehr unter www.ah-bk.de  oder telefonisch unter 0 23 61 / 93 72 60.

Ein ganzer Stadtteil feiert den Herbstbeginn

Die Schüler des Alexandrine-Hegemann-Berufskollegs lieferten einen schwungvollen Auftakt für das Herbstfest auf der Hillerheide. Sie verwandelten Gymnastikbälle in Musikinstrumente und sorgten so für Stimmung. - FOTO: KÖHLER

 

RECKLINGHAUSEN. Die Hillerheide lebt auf: Das Herbstfest ging in die zweite Runde und brachte die gesamte Nachbarschaft zusammen.

Von Charlotte Köhler

Ein Feuerwehrauto, Cheerleading-Stunts der Eisenbahner Turngemeinde und ein Menschenkicker, bei dem groß und klein um die Wette pöhlen konnten. Das sind nur ein paar der Highlights, die das diesjährige Herbstfest auf dem Gertrudisplatz zu bieten hatte.

Gemeinsam mit den ortsansässigen Vereinen organisierten die Quartiersmanager Monika Wagner-van der Straten und Björn Schmidt-Freistühler das herbstliche Zusammenkommen. „Wir möchten die Menschen einander näherbringen und die Nachbarschaft fördern“, erklärt Schmidt-Freistühler. Das Fest ließ sich auch Bürgermeister Christoph Tesche nicht entgehen: „Ich kann dem Quartiersmanagement nur ein großes Lob aussprechen, denn sie haben es geschafft, Leben auf die Hillerheide zu bringen.“ Das Engagement wurde mit strahlendem Sonnenschein und glücklichen Gesichtern belohnt. Bis in die Abendstunden wurde gemeinsam getrunken, gegessen und in Erinnerungen geschwelgt. „Ich habe jetzt schon so viele alte Freunde getroffen, dass ich doch länger bleiben werde“, sagt Christa Schwenke.

Viele der Besucher sind rund um den Gertrudisplatz aufgewachsen. „Wir kennen uns schon seit über 50 Jahren", meint Werner Marwoski, als er in die Runde schaut, die sich um einen Stehtisch versammelt hat. Die Truppe trifft sich immer wieder auf dem Platz vor der St.-Gertrudis-Kirche. „Erst gestern Abend saßen wir hier beim Feierabendmarkt zusammen“, erzählt Hildegard Hülsmann. „Wenn einem zu Hause die Decke auf den Kopf fällt, findet sich auf der Hillerheide immer jemand zum Quatschen. Einsam muss hier keiner sein.“ Der Plan der Quartiersmanager scheint aufzugehen. Die Feierabendmärkte und Feste zu Beginn und zum Ende des Jahres finden immer mehr Zulauf. Das ist auch den Vereinen und Institutionen zu verdanken, die für das Fest einen Stand auf dem Platz aufbauten. Während die Schüler der Otto-Burrmeister-Realschule selbst genähte Einkaufstaschen verkaufen, informieren die Feuerwehr, Amnesty International, das Kulturcafé, der Jugendtreff, und viele mehr über ihre Arbeit.

 

Diskussion über atomare Abschreckung

  19.09.2018

Recklinghausen. „Atomare Abschreckung - kontrollierbarer Wahnsinn?“ Das ist der Titel eines Vortrags- und Diskussionsabends am Alexandrine-Hegemann-Berufskolleg in Recklinghausen am Donnerstag, 20. September. Beginn ist an der Werkstättentraße 16 bis 18 um 19 Uhr.

Zu dem Abend in der Reihe „Forum Alexandrine-Hegemann“ laden pax christi, der Diözesanverband Münster und die Gastkirche Recklinghausen ein. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob die Ab­schreckung mit Massenvernichtungsmitteln wie Atombomben moralisch gerechtfertigt werden kann und vor der christlichen Friedenslehre standhält. In einem Impulsvortrag wird Heinz-Günther Stobbe aus Münster, Professor für theologische Friedensforschung, die Entwicklung der kirchlichen Lehre zur atomaren Abschreckung aufzeigen. Vor allem will er die Frage beleuchten, ob der „Wahnsinn der atomaren Abschreckung“ überhaupt kontrollierbar ist oder warum er ethisch grundsätzlich verurteilt werden muss.

Zum Einstieg wird ein Dokumentarfilm gezeigt, im Anschluss besteht Gelegenheit, die Ausführungen zu diskutieren sowie Handlungsmöglichkeiten zur Überwindung der atomaren Abschreckung kennen zu lernen. U.a. wird Mathias Cronauer aus Herten auf Aktivitäten der Friedensbewegung am US-Atomwaffenstandort in Büchel/Eifel hinweisen. Veronika Hüning, Diözesanvorsitzende pax christi Münster, stellt „ICAN Deutschland“ als Mitträger des Friedensnobelpreises 2017 vor. Die Veranstaltung ist das dritte Angebote von pax christi, das Motto des Katholikentags 2018 „Suche Frieden" weiterzuführen.

INFO Der Eintritt ist frei.

Jeder Stolperstein steht für ein Schicksal

Gunter Demnig, Künstler und Initiator der Aktion (vorne), verlegte die Stolpersteine eigenhändig im Rahmen einer kleinen Gedenkstunde. -FOTO: BALINT

  17.09.2018

Schüler und Betroffene begleiten feierliche Verlegung.

 

Recklinghausen. (sb) Vier neue Stolpersteine wurden jetzt im Stadtgebiet verlegt. Gunter Demnig, Künstler und Initiator der Aktion, platzierte drei Gedenksteine vor dem Seniorenzentrum Grullbad und einen vierten vor dem Haus der Familie Cohaupt am Gertrudisplatz 26.

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde erinnerte der Erste Beigeordnete Georg Möllers an die Schicksale von Eva Pandor, Helene und Elfriede Sternberg sowie Maria Elisabeth Cohaupt. Die stellvertretende Bürgermeisterin Marita Bergmaier mahnte an, dass die von den Nationalsozialisten begangenen Verbrechen sich niemals wiederholen dürften. An der Verlegung nahmen auch Vertreter des Rates sowie der jüdischen Gemeinde teil. Schüler des Alexandrine-Hegemann-Berufskollegs und der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule hatten Beiträge vorbereitet. So sang ein Chor aus angehenden Erziehern des Berufskollegs das Lied „Stadt“ von Cassandra Steen und Adel Tawil. Die Teilnahme sei absolut freiwillig gewesen, darauf legen die Schüler wert. „Wir haben alle aus tiefer Überzeugung mitgemacht“, erklärte Christina Joemann. „Wir müssen das Gedenken aufrechterhalten“, so Miriam Feier.

„Es ist schrecklich, dass diese Taten überhaupt in Zweifel gezogen werden.“ Giulia Tureks Familie ist selbst betroffen von den Verbrechen der Nazis. „Meine Ur-Großmutter wurde durch die Nationalsozialisten umgebracht,“ erzählte sie. Erfahren hat sie erst vor gut vier Jahren davon. „Es war ein Zufall“, erinnerte sich die Abiturientin. „Meine Tante hat ein bisschen in der Familiengeschichte geforscht und es herausgefunden.“ Der Ur-Großvater von Giulia wurde als Kind von Nonnen in einem Kloster versteckt. „Nur so konnte sie überleben. Ohne diese mutigen Nonnen gäbe es unsere Familie heute also gar nicht.“

Abitur in der Tasche

  06.07.2018

 

24 Schüler haben erfolgreich die Reifeprüfung abgelegt.

Hillerheide. Sie haben es ge­schafft. Die Abiturienten des Alexandrine-Hegemann-Be­rufskollegs haben die Hoch­schulreifeprüfung abgelegt. Oder um es mit ihren Wor­ten zu sagen: "Feel Erfolg". Unter diesem Motto haben die Schüler vergangene Wo­che ihrer Abschlussfeierlich­keiten gestaltet. Am Freitag sind, nach dem Gottesdienst in der Liebfrauen-Kirche, 24 Schülern ihre Abiturzeugnis­se verliehen worden. Nach Wochen des Grübelns und Lernens belohnten sie sich mit einer großen Party in den Räumlichkeiten der Schule an der Werkstättenstraße.

Das Abitur bestanden ha­ben folgende Schüler: Johan­nes Bischoff, Svenja Brost­haus, Julia Gesk, Laura Graw, Lea Jenhardt, Janine Jütter­mann, Kira Kunz, Emely Lu­kasiewicz, Elisabeth May, An­nika Mrosek, Christina Preußner, Celine Röcken, Jo­hanna Samson, Sophia Sam­son, Jennifer Schade, Laura Schrull, Nadia Sonntag, Le­na-Marie Strick, Elisa Strack, Lynn Truchel, Marie Vofrei, Lea Volmer, Hannah Wies­mann und Chiara Witt.