Es wird Zeit für „PIA“

„PlA“ im Alexandrine-Hegemann-Berufskolleg: Schulleiter Gregor Rüter stellt dem interessierten Fach-Publikum die Grundzüge der neuen Ausbildungsform vor. -FOTO: PRIVAT

  12.04.2019

Im Kampf gegen den Fachkräftemangel im Erzieher-Beruf setzt das Alexandrine-Hegemann-Berufskolleg auf eine praxisorientierte Ausbildung.

 

Hillerheide. „PIA“ heißt das Zauberwort. Und die Fachleute vom Berufskolleg an der Werkstättenstraße sind sich einig: Die alternative Form der Ausbildungsorganisation könnte das dringend benötigte Personal bringen. Dabei ist die Schule allerdings auf eine enge Kooperation mit den Trägern der Kinder- und Jugendhilfe sowie den sozialpädagogischen Einrichtungen angewiesen. Schulleiter Gregor Rüter stellte einem interessierten Fach-Publikum die Grundzüge der neuen Ausbildungsform vor.

Anstelle der zunächst zweijährigen Fachschulausbildung mit anschließendem einjährigen Berufspraktikum strukturiert sich „PIA“ über drei Jahre durch einen kontinuierlichen Wechsel von theoretischen (Fachschule) und praktischen Ausbildungsphasen in der sozialpädagogischen Praxis. Von entscheidender Bedeutung sei dabei: „Die Einrichtungen verfügen sofort über dringend benötigtes Personal, denn die angehenden Erzieherinnen und Erzieher erhalten während der gesamten Ausbildung bei einem Träger der Kinder- und Jugendhilfe eine Vergütung im Rahmen einer versicherungspflichtigen Beschäftigung“, so Gregor Rüter. Und damit öffne sich der Interessentenkreis auch für berufserfahrene „Quereinsteiger“, die sich von einer vollzeitschulischen, größtenteils unbezahlten Ausbildung nur wenig angesprochen fühlten.

Im Rahmen des im März dieses Jahres aufgelegten Bundesprogramms „Fachkräfteoffensive Erzieherinnen/Erzieher“ fließen für „PIA“ Zuschüsse in Millionenhöhe. Im Schuljahr 2020/2021 will das Berufskolleg mit der alternativen Ausbildung starten.

 

INFO Sekretariat der Schule: Tel. 0 23 61 / 93 72 60.