Exkursion der BFS 12A zum Gasthaus und zur Gastkirche in Recklinghausen

Was sind Gastkirche und Gasthaus? Was hat der Eine-Welt-Laden damit zu tun?


(Vivien, BFS 12A) Diesen und noch vielen weiteren interessanten Fragen sind wir, der katholische Religionskurs der BFS 12A unter Leitung von Frau Röhrmann, am 05.12.2018 auf den Grund gegangen.

Im Rahmen unserer Unterrichtsreihe „Fairer Handel“ schauten wir uns das Gasthaus sowie die Gastkirche und den Eine-Welt-Laden an. In freundlicher Atmosphäre empfing uns Schwester Judith. Sie berichtete uns über das Gasthaus, die Gastkirche und den Eine-Welt-Laden. Im Gasthaus, das vor 600 Jahren gegründet wurde, arbeiten ca. 250 ehrenamtliche Menschen. Das Gasthaus ist ein Zufluchtsort für Suchtkranke, Hilfesuchende oder in Not geratene Menschen, z.B. Flüchtlinge.

Die Gastkirche hingegen ist ein Ort der Stille und Besinnung. Hier hat jeder Mensch die Möglichkeit, seine innere Ruhe fern vom Trubel der Stadt zu finden. Außerdem werden hier Beratungen angeboten. Jeder, der Sorgen hat, kann hierherkommen.


Schwester Judith beantwortete uns zudem weitere Fragen, mit denen wir uns im Unterricht auseinandergesetzt haben. Eine Frage war, ob der der Eine-Welt-Laden Stammkunden habe. Dies bejahte Schwester Judith. Die meisten Kunden kaufen Lebensmittel wie fairen Kaffee, Honig oder Schokolade. Außerdem interessierte uns, wieso Schwester Judith neben ihrer Arbeit im Gasthaus auch im Eine-Welt-Laden arbeitet. Sie erzählte uns, dass sie dort tolle Gespräche mit Kunden habe, die deutlich fröhlicher sind als die Gespräche im Gasthaus, die leider mehr von Leid und Sorgen geprägt sind.

Wie ist der Eine-Welt-Laden eigentlich entstanden?

Der Eine-Welt-Laden folgte dem Gasthaus und der Gastkirche. Zu Beginn, vor etwa 20 Jahren, gab es nur einen kleinen Stand auf dem Marktplatz, dann wurde ein Laden am Lohtor eröffnet. Heute befindet sich der Laden auf der Steinstraße in unmittelbarer Nähe zum Gasthaus und zur Gastkirche.


Neben Lebensmitteln, Schreibwaren, Schmuck und kleinem Spielzeug bietet der Eine-Welt-Laden einen Second-Hand-Bereich an. Von den Gewinnen werden zunächst die Mietkosten gedeckt. Darüber hinaus werden Projekte unterstützt, z.B. eine Schule in Honduras, in der Kinder lernen können, denn dort muss man für Bildung Schulgeld bezahlen.