Es ist Zeit für „PiA“

Alexandrine-Hegemann-Berufskolleg (AH-BK): Neue Ausbildungsform zur Staatlich anerkannten Erzieherin

Ausgabe Oktober 2019

Wenn es auf Sie zutrifft, dass Sie gerne für und mit Menschen arbeiten, Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in sozialpädagogischen Einrichtungen betreuen und in ihrer Persönlichkeitsentwicklung begleiten und unterstützen möchten; wenn Sie eine Tätigkeit in einer Tageseinrichtung für Kinder, in schulischen Ganztagsangeboten (OGGS), in der offenen Kinder- und Jugendarbeit, in einer stationären oder teilstationären Einrichtung der Kinder- und Jugendhilfe (Wohngruppe, Tagesgruppe, etc.) oder in der offenen Kinder- und Jugendarbeit suchen, dann könnte es sich für Sie wirklich lohnen, hier jetzt weiter zu lesen...!

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Nachhaltigkeits-Buch stößt auf große Resonanz

  14.10.2019

Von Thomas Schönert

Das Thema Umwelt ist einer Schülergruppe am Alexandrine-Hegemann-Berufskolleg in Recklinghausen sehr wichtig – deshalb haben die Jugendlichen bereits im vergangenen Schuljahr ein Handbuch mit dem Titel „NachhaltigLEICHT“ verfasst. Mit der großen Resonanz auf ihr Projekt haben die Schüler allerdings nicht gerechnet. „Wir sind sehr überrascht, dass unser Buch so gut angekommen ist“, sagt Jolin Haveloh. So gut, dass jetzt sogar schon die zweite Auflage gedruckt wird.

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Tipps und Tricks für mehr Umweltschutz

(Bistum Münster, Michaela Kiepe) Eine eigene Firma, ein eigenes Produkt. Die 13 Schülerinnen und Schüler des Wirtschaftskurses am Alexandrine-Hegemann-Berufskolleg in Recklinghausen halten ihr Buch in den Händen. Die Zwölftklässler sind stolz auf das, was sie als Schülerfirma geleistet haben. Unter dem Label „InWASTEigation“ haben sie ein Handbuch zum Thema Nachhaltigkeit herausgebracht. „Es richtet sich an Menschen, die sich für das Thema interessieren und erste Schritte gehen wollen“, informiert Jolin Haveloh und fügt hinzu: „Aber nicht mit dem erhobenen Zeigefinger, sondern mit Freude.“

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„Erhebt euch, Geliebte, wir brauchen eine Tat.“ - Schlusspunkt

Ausgabe Juni 2019

 

„… wir brauchen eine Tat…“ Inmitten der Friedensbewegung der frühen 1980er Jahre fasste es der österreichische Liedermacher, Poet, Autor, Aktions- und Multimediakünstler André Heller auf seiner LP „Stimmenhören“ in diese Worte: „Erhebet euch, Geliebte, wir brauchen eine Tat. Und euere tiefste Sehnsucht sei euer bester Rat.“

Mit einem ersten, kurzen kritischen Blick auf das Jetzt und Hier unserer Tage werden mir unmissverständlich und schier „ewig aktuell" Bedeutsamkeit, Herausforderung und Auftrag dieser Worte zuteil - weltweit, in Staat, Politik und Gesellschaft, im persönlichen Umfeld, in meiner Kirche...

Hunger und Armut, Krieg, Diktatur und Tyrannei, Vertreibung, Verfolgung und Flucht, Rassismus, Klimazerstörung, Rechtspopulismus, Missbrauchsskandal, Anerkennung gleichgeschlechtlicher Lebensformen, die Rolle der Frau in der Kirche, Kirchenaustritte, Zusammenlegung und Führung der Kirchengemeinden, Umgang mit wiederver­heirateten Geschiedenen, kirchliches Arbeitsrecht, fehlendes Personal in katholischen Kinder- und Jugendeinrichtungen und Schulen... - die Liste ließe sich leider wohl umfangreich fortführen (...).

Zu all diesen inhaltlichen Aspekten sind, so meine persönliche Einschätzung und Bewertung, Gründe, Ursachen, Notwendigkeiten und anzustrebende Ziele umfassend und hinreichend beleuchtet, erörtert, diskutiert. Und man darf konstatieren, dass es diesbezüglich an hehren, wohlfeilen Worten und Absichtserklärungen in Wort und Text, „Talkshow" und „podcast" sowie „Youtube-Video" wahrlich nicht fehlt.

„Siehst du nicht die Zeichen an den Wänden?

Riechst du nicht das Blut an manchen Händen?"

Woran allein es immer noch mangelt - es sind dies die wirklich aufbrechenden, richtungsweisenden und verändernden Taten - im Großen wie im Kleinen...

Und doch; mit erneutem Blick auf das Jetzt und Hier und im wahrsten Wortsinn: Es „tut sich etwas" - genauer, Menschen aller Geschlechter und Generationen „erheben" sich zur „Tat".

„Stimmenhören“ – drei Beispiele hierzu:

Junge Menschen versammeln sich seit Monaten zum „Friday for Future“, um auf diese Weise ihren Protest gegen die nationale und internationale Klimapolitik und ihr Eintreten für eine lebenswertere Zukunft zum Ausdruck zu bringen. Gut und richtig so und dies mit spätestens seit dem vergangenen Sonntag spürbaren Konsequenzen für die politisch Verantwortlichen. In manchen Kirchengemeinden ist daraus auch ein „Sunday for future“ geworden. Möge daraus - mindestens genauso wichtig wie die  atmosphärische Klimazukunft – zudem eine neue Zukunft des Glaubensklimas, des Hoffnungsklimas, des Sinnklimas werden.

"Dieser Stern ist uns doch nur geliehen,

von Künftigen, die nach uns sind"

(Nicht nur) Katholische Frauen und Männer wenden sich mit der Aktion Maria 2.0 unmissverständlich klar gegen Missbrauch sowie seitens der Kirchenführung der Frau zugedachten „Rolle" in der katholischen Kirche. Gut und richtig so, diese verletzende, nicht nachvollziehbare, Realität verklärende Ausgrenzung der Frauen aufzuzeigen und spürbar zu machen, und möge daraus ein Zugang von Frauen zu allen Kirchenämtern werden ... und höchste Zeit, unmiss­verständlich darauf hinzuweisen und zu fordern, dass Missbrauchstäter, -dulder und -vertuscher aus ihren Ämtern entlassen und an weltliche Gerichte überstellt werden ...

In katholischen Einrichtungen der Kinder- und Ju­gendhilfe, auch in katholischen Schulen, leben und lernen - in Demographie und Sozialraum begründet - immer mehr Kinder und Jugendliche anderer Kul­turkreise und Glaubensgemeinschaften. Der vieler­orts in Kirchenkreisen geforderte „Kulturwandel auf Augenhöhe" bedeutet in diesem Zusammenhang, in einen ehrlichen, wertschätzenden interkulturellen und interrellqösen Dialog einzutreten. Die Anerken­nung dieser gesellschaftlichen Realität sowie die Überwindung der spürbaren kulturellen, religiösen Schranken und Vorbehalte kann m. E. aber nur ge­lingen, wenn sich diese Vielfalt auch im Personal in den katholischen Erziehungs- und Bildungseinrich­tungen repräsentiert. Im Eigenen das Gemeinsame betonen, nicht das Trennende. Die Kirchenleitung im Bistum Münster hat jüngst entschieden, dass nun auch muslimische Fachkräfte in katholischen Tages­einrichtungen arbeiten können. Gut und richtig so und auch im Hinblick auf unsere Schulen hoffe ich auf ein rasches überdenken der Grundordnung des kirchlichen Dienstes, denn Kita, Wohngruppe und Schule sind in einer zunehmend säkularisierten Welt für die Zukunft unserer Kirche als Keimzellen, Lebens­orte und Wegweiser des Glaubens von zentraler Bedeutung.

Wie schreibt Andre Heller:

„Erhebet euch, Geliebte, noch ist es nicht zu spät. Erhebet euch, erhebet euch, eh dieser Tag zu Ende geht.“

Ich wünsche dem angeführten und allem weiteren spürbaren „Erheben“ die zuversichtliche Kraft zur Tat und notwendigen Veränderung. Lassen wir uns dazu von der Liebe Gottes in unseren Sehnsüchten anstiften.

Gregor Rüter

 

Gregor Rüter

  • 58 Jahre alt
  • geboren in Datteln
  • verheiratet
  • Lehrer und Musiker
  • Seit 2008 Leiter des Alexandrine-Hegemann-Berufskollegs, Recklinghausen

Prof. Dr. Marianna Heimbach-Steins, Münster: Religionsfreiheit - ein fundamentales Menschenrecht

Ausgabe Juni 2019

Christlich-islamische Arbeitsgemeinschaft Recklinghausen

Förderverein „Garten der Religionen Recklinghausen"

Gesellschaft für Christlich-jüdische Zusammenarbeit Recklinghausen

Kath. Kreisbildugswerk Recklinghausen

 

In der Erklärung der Menschenrechte vom 10.12.1948 heißt es: "Jeder Mensch hat Anspruch auf Gedanken, Gewissens- und Religionsfrelheit, dieses Recht umfasst die Freiheit, seine Religion oder seine Überzeugung zu wechseln sowie die Freiheit, seine Religion oder seine Überzeugung allein oder in Gemeinschaft mit anderen, in der Öffentlichkeit oder privat, durch Lehre, Ausübung, Gottesdienst und Vollziehung von Riten zu bekunden." Ebenso hat das Grundgesetz von 1949 die Religionsfreiheit mit dem Satz (Art 4, Absatz 1,2) festgelegt: "Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich." In einer Erklarung des 2. Vatikanischen Konzils (1962 - 1965) heißt es: "dass die menschliche Person das Recht auf religiöse Freiheit hat." Im Koran (Sure 2,256) wird gesagt: „Es gibt keinen Zwang in der Religion." Trotz dieser eindeutigen Aussagen werden heute auf der Erde Menschen wegen ihrer Religion benachteiligt, verfolgt und misshandelt. Deswegen gilt es, laut und deutlich dieses fundamentale Menschenrecht einzufordern und sich fur die Verfolgten einzusetzen.

 

Mittwoch, 26. Juni, 19 Uhr

im Alexandrine-Hegemann-Berufskolleg Werkstättenstr. 16-18; Der Eintritt ist frei!